Kosmische Farbtrips im Herzen Schwabings

Nach 5 Jahren Atelier Bermatingen zog es den rastlosen Avantgarden in die große Stadt. Schließlich galt es „neue Horizonte zu erschließen” und damit auch stiltechnisch die Segeln in anderen Gewässer zu hissen.

„Schön, schrill und positiv”, urteilte die Münchner Abendzeitung bei seinem Umzug am 8. Juni 1996 über die „Kunterbunte Kreation des Space-Painter Josef Bauer, den Schöpfer der kosmischen Farbtrips”. Auch wenn die Ära der Space-Malerei am Josephsplatz ihr Ende fand, bereitete der Umzug den Weg für ein stilistische Neuausrichtung.

Besuchen konnte man den sich emanzipierenden Pop-Art-Künstler im Grunde jederzeit, doch um eine Einladung für eine seiner legendären Parties zu erhaschen, bedurfte es mehr als Status und Repräsentanz, denn: Wer auf die Gästeliste wollte, musste durch Sympathie und Kontaktfreudigkeit punkten, schließlich werden ja alle Gemälde zum Verkauf dargeboten – wobei besonders jene aus dem neu in Schwabing entwickelten Bilder Zyklus „Femina Universa” kräftig zu Buche schlugen.

Seine Managerin Elke Grunwald sagte über seine Events am Josephsplatz: „Das ist eine kunterbunte Mischung. Da gesellen sich Banker zu Architekten, Sägner zu Moderatoren. Die Gäste sollen sich gegenseitig inspirieren und in eine andere Welt eintauchen. Sie kommen zum Smalltalk, zum Amüsieren und vielleicht später zum Geschäfte machen.”

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