Harmonie finden auch im großen Chaos

Josef Bauers „Monumentalgemälde” – meist großflächige Bilder, die eine einzigartige Bildsprache vermitteln (wie früher schon „Femina Universa”) – strotzen nur so von Energie und Tatendrang. Die auf den Betrachter anspruchsvoll wirkenden Gemälde stecken voller verschiedenster Farben, die trotz ihrer ungewöhnlichen Komposition stets miteinander harmonieren und den Beschauer eine klare Struktur im vermeintlichen Chaos offenbaren.

Bauer ist dafür bekannt, dass er stets drauf „losmalt”, ohne große Pläne zu schmieden, doch das scheint einer der Schlüssel seines Erfolges zu sein: „Der Augenblick, wenn du merkst, es funktioniert, ist der Fantastischste.”

Das rastlose Kreieren, sich immer selbst weiter zu treiben, das, so der Künstler, sei der Kern, der in seinen monumentalen Werken sichtbar werde, jedoch ohne den Betrachter zu verwirren oder zu blenden, sondern ganz im Gegenteil: Am Ende muss das „Spontane” und „Kreative” in Harmonie und Ordnung aufgehen, eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, der Bauer selbst bei seinen abstrakten Bildern gerecht zu werden scheint.

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