Design ist die Kunst, Funktion mit Ästhetik zu verbinden

Joseph Bauers „Yellow Space Edition” folgt dem Leitsatz „Freiheit dem Geiste und der Phantasie.” Neben 40 imposanten Gemälden entstanden im Zuge dieser Schaffensphase (ca. 1990-1992) eine gelbe Serie limitierter Spirituosenflaschen mit auserwählten „Bodensee-Grappa”. Diese 255 handsignierten Kunstwerke fanden auch dementsprechend schnell ihre Abnehmer, deren erfreuliches Echo sogar bis in die Schweiz hallte.

Nachdem eine renommierte Schweizer Kaufhausgruppe davon erfahren hatte, bewirkte sie schnell eine fruchtbare Kooperation mit der Destillerie Etter. Das daraus hervorgegangene Projekt „Magic-Bottles” brachte mehr als 7600 einzigartige Flaschen hervor: Davon erschienen jeweils 5-6 Exemplare mit genuinem Motiv. Nur der künstlerische Stil Bauers hatte sich inzwischen vom „Yellow Space” emanzipiert: Der Schaffens-Zyklus „On my Mind” war bereits angebrochen.

Seit dem Erfolg seiner Magic Bottles hält sich der Künstler mit der Illustration von Flaschen eher zurück: „Ich bemale alles, vom Helikopter bis zur Flasche, denn das Malen fasziniert mich, aber ich bin dennoch kein Flaschenmaler.”

Als „Designer” machte sich Bauer nicht zuletzt durch sein Zippo-Feuerzeuge einen Namen, doch noch mehr als das hallte das Medienecho um den Künstler, nachdem eines seiner Werke das Büro des damaligen Daimler Chefs Jürgen Schrempp zieren durfte.

So erschien ein von Bauer gestaltetes (Modell-) Flugzeug in Millionenauflage sogar im Spiegel. Das Flugzeug war damals eine Leihgabe der deutschen Aerospace gewesen und war tatsächlich als Modell geplant für eine echte Do 328, die dann ebenfalls im Stile Bauers designed werden sollte.

Daraus wurde zwar leider nichts, doch Bauers Modell-Flugzeug steht sinnbildlich für etwas anderes, nämlich für etwas, das auf die Reise geht, was sonst auf dem Boden bleibt: „Sinnlichkeit, und Fantasie, Spiel und Poesie.”

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