Avantgardistische Zeitlosigkeit

Schwabing war und ist schon immer das Künstlerviertel Münchens und zugleich die künstlerische Heimat des Pop-Art-Space-Malers Josef Bauer. Sein Atelier in der Kobus-Straße, das er nach einem kurzen Intermezzo im Botanikum bezog, wirkt auf den ersten Blick genau so, wie man sich die Werkstatt eines Künstlers vorstellt: Ein großer, offener, heller Raum, ausstaffiert mit Parkett und überall: Bilder, Bilder und noch mehr Bilder.

Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass hier jemand am Arbeiten ist, für den das Handwerk Kunst vor allem eines ist: ein echtes Handwerk das Zeit und Fleiß bedarf, ebenso wie hochwertiges Werkzeug und Material.

Obwohl die Werke Bauers sehr spontan, frei und kreativ aus seinem Kopf entstehen, ist er, was seinen Arbeitsplatz betrifft, ausgesprochen strukturiert. Der Arbeitstisch ist vollgepackt mit Pastell- und Ölkreiden. Jeder Stift, jede „Pistole”, ja jedes einfache bis komplexe Utensil hat seinen festen Platz.

Auch deshalb tut ein dritter Blick not, den „spießig” ist Bauer gewiss nicht. Sein lässiger Kleidungsstil, seine schulterlangen Haare und sein sympathisches Gesicht lassen nicht nur die Münchner Boulevard und Tageszeitungen davon berichten, „dass viel passiert ist in seinem Leben.”

Jeder, der ihn etwas besser kennt, wird das bestätigen. Und mit Blick auf sein bisheriges Oeuvre steht jetzt schon fest, dass da noch viel „Extravagantes”, „Stilbrüchiges”, „Ausgefallenes” und doch immer „Zeitloses” auf uns zukommen wird.

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