Von Stilbrüchen und unbekannten Welten

Der Stil des „Space Painting” – ähnlich wie „Yellow Space” – zeichnet sich insbesondere durch bewusste „Stilbrüche” aus, wobei nicht nur die Komposition der Farben, sondern auch die der Maltechniken auf „umstürzlerische” Weise durcheinander gemixt werden.

Wenn man Josef Bauer dabei über die Schulter sieht, dann sieht das in der Praxis in etwa so aus: Zunächst trägt der Künstler mittels Lacktropftechnik reichlich Farbe auf die waagerecht liegende Leinwand auf, bevor er in der Machart eines „Graffiti-Straßen-Künstlers” die Bildfläche mit Kompressor und Spritzpistole besprüht. Dann der letzte Schliff: Mit Hilfe von Lackmalstiften wird das Werk komplementiert, denn schließlich soll beim Betrachter ein ganz gewisses Gefühl geweckt werden: „Man stelle sich einfach vor, man säße in einem Raumschiff und entdecke durch ein riesiges Fenster unbekannte Welten.”

Ein gewisser Effekt auf den Betrachter lässt sich kaum wegdiskutieren: Die drei Primärfarben auf schwarzem Grund schaffen starke optische Reize, deren Impulsen man sich kaum entziehen kann. Seine Space Painting Werke wirken umso erstaunlicher, wenn man sich vor Augen führt, dass Bauer keinerlei Planzeichnungen anfertigt, sondern ganz im Gegenteil: Er lässt seiner Phantasie freien Lauf und „wirbelt” geradezu darauf los.

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